Pharming: Wenn selbst die richtige Webadresse zur Gefahr wird
Pharming ist besonders tückisch: Nutzer geben die korrekte URL ein und landen dennoch auf gefälschten Webseiten. Lesen Sie, warum diese Angriffe so schwer zu erkennen sind.
Pharming ist eine weniger bekannte, aber äußerst gefährliche Form des Cyberbetrugs. Im Gegensatz zum klassischen Phishing müssen Nutzer keinen falschen Link anklicken. Stattdessen werden sie auf manipulierte Webseiten umgeleitet, obwohl sie die korrekte Internetadresse eingegeben haben.
Die Ursache liegt meist in manipulierten DNS-Einträgen oder Schadsoftware auf dem Endgerät. Dadurch wird der Aufruf einer legitimen Domain auf einen Server der Angreifer umgeleitet. Die gefälschten Webseiten sind oft kaum vom Original zu unterscheiden und sammeln unbemerkt Zugangsdaten oder andere sensible Informationen.
Besonders gefährlich ist Pharming, weil es auch sicherheitsbewusste Nutzer treffen kann. Wer sich auf die korrekte URL verlässt, übersieht leicht subtile Warnzeichen.
Typische Hinweise auf Pharming:
- Browser meldet Zertifikatsprobleme
- HTTPS-Verbindung fehlt
- Login-Seiten verhalten sich ungewöhnlich
Schutzmaßnahmen:
- Betriebssysteme und Browser stets aktuell halten
- DNS- und Zertifikatswarnungen ernst nehmen
- Sicherheitslösungen einsetzen
- Mitarbeitende regelmäßig sensibilisieren
Pharming zeigt, dass Cybersecurity nicht nur von Nutzerverhalten abhängt, sondern auch von technischen Grundlagen der Internetinfrastruktur. Im nächsten Teil unserer Serie beleuchten wir mit Vishing eine Angriffsmethode, bei der das Telefon zur Waffe wird.
