Quishing: Wenn QR-Codes zur Cyberfalle werden
QR-Codes gehören inzwischen zum Alltag – und werden gezielt missbraucht. In Teil 5 unserer Serie „Cyber-Gefahren einfach erklärt“ zeigen wir, wie Quishing funktioniert, woran Sie es erkennen und wie Sie sich schützen.
QR-Codes sind bequem: ein schneller Scan, und schon öffnet sich eine Website, ein Dokument oder ein Formular. Genau diese Bequemlichkeit machen sich Cyberkriminelle beim sogenannten Quishing zunutze – einer speziellen Form des Phishings über QR-Codes.
Beim Quishing platzieren Angreifer manipulierte oder gefälschte QR-Codes an Orten, an denen sie harmlos wirken – zum Beispiel auf Rechnungen, Werbeplakaten, Speisekarten oder Paketbenachrichtigungen. Besonders kritisch ist, dass auch seriöse Anbieter, wie Paketdienste, QR-Codes auf Benachrichtigungskarten verwenden. Kriminelle imitieren genau diese Optik, sodass Nutzer oft nicht erkennen können, ob ein QR-Code legitim ist oder auf eine gefälschte Website führt.
Nach dem Scan öffnet sich häufig eine gefälschte Login- oder Zahlungsseite, über die sensible Daten abgegriffen oder Malware installiert wird.
Typische Ziele von Quishing-Angriffen sind:
- Zugangsdaten zu Kunden- oder Benutzerkonten
- Zahlungsinformationen
- Installation von Schadsoftware auf mobilen Geräten
So erkennen Sie Quishing-Versuche:
- Absender oder Ziel des QR-Codes nicht eindeutig erkennbar
- Login- oder Zahlungsaufforderung nach dem Scan
- Druck oder Zeitknappheit wird erzeugt
So schützen Sie sich:
- QR-Codes nur scannen, wenn Quelle und Zweck eindeutig überprüfbar sind
- Keine sensiblen Daten über per QR-Code aufgerufene Seiten eingeben
- Geräte und Apps aktuell halten
- Mitarbeitende für QR-Code-Betrug sensibilisieren
Quishing zeigt, dass selbst scheinbar einfache Alltagstechnologien ein Sicherheitsrisiko darstellen können, wenn sie missbraucht werden.
Dieser Beitrag ist Teil 5 unserer Serie „Cyber-Gefahren einfach erklärt“. Im nächsten Teil widmen wir uns Spear Phishing – gezielten Angriffen mit personalisierten Inhalten.
