Zum Hauptinhalt navigieren
Mo.-Fr. 8:30 - 17:00 Uhr: 0 21 91 - 99 11 00
Logo EDV-BUCHVERSAND Delf Michel
Software & Fachbücher vom Experten
Mo.-Fr. 8:30 - 17:00 Uhr: 0 21 91 - 99 11 00
0

World Backup Day: Warum ein Backup allein noch keine Business Continuity ist

Am 31. März erinnert der World Backup Day jedes Jahr daran, wie schnell Daten verloren gehen können, z. B. durch Ransomware, menschliche Fehler, Hardware-Ausfälle oder fehlerhafte Änderungen. Für Unternehmen gilt dabei mehr denn je: Ein Backup ist nur dann wertvoll, wenn es im Ernstfall zuverlässig funktioniert und schnell wiederhergestellt werden kann.

World Backup Day: Warum Backup allein noch keine Business Continuity ist

In der Praxis zeigt sich immer wieder: Viele Unternehmen haben zwar eine Backup-Lösung im Einsatz, aber kein durchgängig gemanagtes Backup-Konzept.

Backup ist kein Produkt. Backup ist Verantwortung.

Einmal eingerichtet, dann vergessen? Genau darin liegt das Risiko.
Backups helfen nur dann, wenn sie:

  • regelmäßig und fehlerfrei laufen
  • vor Ransomware geschützt sind
  • an getrennten bzw. externen Standorten gespeichert werden
  • regelmäßig getestet werden
  • im Notfall schnell und professionell wiederhergestellt werden können

Kurz gesagt: Backup ist nicht gleich Business Continuity.

Die Realität: Cyberangriffe nehmen zu und Backups werden gezielt attackiert

Cyberangriffe bleiben eine der größten Ursachen für Betriebsunterbrechungen. Laut dem Veeam 2025 Ransomware Trends Report waren 69 % der Unternehmen in den letzten 12 Monaten von einem Cyberangriff betroffen. Gleichzeitig konnten nur 10 % der betroffenen Organisationen mehr als 90 % ihrer Daten wiederherstellen, während 57 % weniger als 50 % ihrer Daten zurückbekamen.

Besonders kritisch: Bereits 2023 zeigte Veeam, dass 93 % der Cyberangriffe gezielt auf Backup-Speicher abzielen, um die Wiederherstellung zu verhindern. In 75 % dieser Fälle waren Angreifer dabei erfolgreich.

Auch Acronis beobachtet eine weiterhin angespannte Lage: Im 2. Halbjahr 2024 stieg die Zahl der per E-Mail erkannten Angriffe um 197 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zudem waren 31,4 % aller empfangenen E-Mails Spam, davon enthielten 1,4 % Malware oder Phishing-Links.

Backup ist heute auch ein Compliance-Thema

Datensicherung ist längst mehr als eine technische Pflichtaufgabe. Mit Blick auf Anforderungen wie NIS-2 und DSGVO wird es für viele Unternehmen immer wichtiger, nicht nur Backups zu erstellen, sondern auch deren Wiederherstellbarkeit, Prozesse und Verantwortlichkeiten nachvollziehbar abzusichern. Die DSGVO nennt ausdrücklich die Fähigkeit, die Verfügbarkeit und den Zugang zu personenbezogenen Daten nach einem Vorfall zeitnah wiederherzustellen, sowie regelmäßige Tests der Sicherheitsmaßnahmen. NIS-2 verpflichtet betroffene Unternehmen zudem zu Cybersicherheits-Risikomanagementmaßnahmen und Meldepflichten in zahlreichen kritischen Sektoren.

„Compliance bedeutet heute mehr als nur ein Backup zu haben. Unternehmen müssen nachweisen können, dass ihre Daten im Ernstfall wiederherstellbar sind. Ohne getestete Notfallprozesse und klare Verantwortlichkeiten entstehen nicht nur Ausfallrisiken, sondern auch konkrete Verstöße gegen gesetzliche Anforderungen wie NIS-2 oder DSGVO.“

Thomas Tyroff, CEO THOLD-IT

Warum integrierte Plattformfunktionen oft nicht ausreichen

Gerade bei Microsoft 365 verlassen sich viele Unternehmen auf Bordmittel oder Aufbewahrungsfunktionen.
Microsoft selbst beschreibt für Cloud-Dienste ein Shared-Responsibility-Modell: Die Verfügbarkeit des Dienstes liegt beim Anbieter. Der Schutz der eigenen Daten und die Wiederherstellung nach versehentlichem Löschen, Überschreiben oder Ransomware bleibt jedoch in der Verantwortung des Kunden.

Das bedeutet: Wer sich auf Standardfunktionen verlässt, hat noch kein belastbares Recovery-Konzept.

Moderne Datensicherung braucht ein klares Schutzprinzip

Ein bewährter Standard ist heute das 3-2-1-0-Prinzip:

  • 3 Kopien Ihrer Daten
  • 2 unterschiedliche Speichermedien
  • 1 externe bzw. getrennte Kopie
  • 0 Fehler nach geprüftem Restore

Genau dieser letzte Punkt wird oft unterschätzt: Ein Backup, das nie getestet wurde, ist im Zweifel nur eine Annahme.

Auch Sicherheitsbehörden wie NIST (National Institute of Standards and Technology) empfehlen ausdrücklich, Backups nicht nur zu erstellen, sondern sie isoliert vorzuhalten, damit Ransomware nicht auch die Sicherungen kompromittiert und regelmäßig Wiederherstellungen zu testen.

Unsere Lösung: Managed Backup als Teil von Managed Business Continuity

Mit unserem Managed Backup & Recovery Service im Bereich Managed Business Continuity sorgen wir dafür, dass aus Datensicherung echte Ausfallsicherheit wird.
Wir übernehmen nicht nur die Technologie, sondern den kompletten Betrieb:

  • Backup Ihrer Microsoft 365-, Server- und Unternehmensdaten
  • verschlüsselte Sicherung in einem deutschen Rechenzentrum
  • ISO-zertifizierte Infrastruktur
  • Schutz vor Ransomware durch getrennte/immutable Backup-Konzepte
  • laufendes Monitoring und aktive Betreuung
  • regelmäßige Restore-Tests
  • persönliche Ansprechpartner im Ernstfall

Unsere Backup-Lösungen: Managed Service mit Veeam oder als Softwarelizenz für den Eigenbetrieb

Für unseren Managed Backup & Recovery Service setzen wir auf Veeam.

Die Software ist dabei fester Bestandteil unseres Managed Backup Angebots und bildet die Grundlage für die zuverlässige Sicherung von Microsoft 365-, Server- und Unternehmensdaten.

Darüber hinaus bieten wir Veeam und Acronis auch als eigenständige Softwarelösungen an – je nach Anforderung, Infrastruktur und gewünschtem Betriebsmodell.

So können Unternehmen flexibel entscheiden, ob sie:

  • eine reine Softwarelösung für das interne Backup-Management nutzen möchten
    (z. B. mit Veeam oder Acronis)

  • oder

  • mit unserem Managed Backup & Recovery Service auf eine voll betreute Lösung inklusive Veeam-Technologie, Monitoring, Wartung und Restore-Tests setzen.

Im Managed Backup zählt nicht nur die Software. Entscheidend ist der professionelle Betrieb dahinter, einschließlich Überwachung, Schutzmaßnahmen, Test und Wiederherstellung im Ernstfall.

Fazit zum World Backup Day

Der World Backup Day ist ein guter Anlass, die eigene Datensicherung und Notfallstrategie kritisch zu hinterfragen:

  • Läuft Ihr Backup wirklich zuverlässig?
  • Sind Ihre Sicherungen vor Ransomware geschützt?
  • Gibt es eine externe oder unveränderliche Kopie?
  • Wurde die Wiederherstellung getestet?
  • Ist eindeutig definiert, wer im Ernstfall handelt?

Wenn Sie diese Fragen nicht mit einem klaren „Ja“ beantworten können, ist es Zeit für den nächsten Schritt: vom Backup zur echten Business Continuity. Sprechen Sie mit uns über Ihren Managed Backup & Recovery Service, damit aus Datensicherung echte Ausfallsicherheit wird.