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Watering-Hole-Attacke: Wenn vertrauenswürdige Webseiten zur Gefahr werden

Nicht nur Nutzer, sondern auch Webseiten selbst können Ziel von Angriffen sein. In Teil 16 unserer Serie „Cyber-Gefahren einfach erklärt“ zeigen wir, wie Watering-Hole-Attacken funktionieren und warum sie besonders tückisch sind.

Watering-Hole-Attacke: Wenn vertrauenswürdige Webseiten zur Gefahr werden

Die Watering-Hole-Attacke ist eine gezielte Angriffsmethode, bei der Cyberkriminelle Webseiten manipulieren, die von einer bestimmten Zielgruppe regelmäßig besucht werden. Der Name stammt aus der Tierwelt: Angreifer warten sinnbildlich an einer „Wasserstelle“, an der sich ihre Opfer aufhalten.

Anstatt einzelne Nutzer direkt anzugreifen, kompromittieren die Täter eine vertrauenswürdige Website – beispielsweise ein Branchenportal, eine Fachseite oder einen häufig genutzten Dienst. Besucher dieser Seite werden dann unbemerkt mit Schadsoftware infiziert oder auf manipulierte Inhalte geleitet.

Typisches Beispiel:
Eine Website, die von Mitarbeitenden eines Unternehmens häufig genutzt wird, wird angegriffen. Beim Besuch wird im Hintergrund Schadsoftware geladen, ohne dass der Nutzer etwas bemerkt.

Warum Watering-Hole-Attacken so gefährlich sind:

  • Die betroffene Website gilt als vertrauenswürdig
  • Nutzer haben keinen direkten Anlass zur Skepsis
  • Infektionen erfolgen oft unbemerkt

Typische Warnsignale:

  • Ungewöhnliches Verhalten einer bekannten Website
  • Unerwartete Downloads oder Weiterleitungen
  • Sicherheitswarnungen im Browser

So schützen Sie sich:

  • Systeme, Browser und Plugins aktuell halten
  • Sicherheitssoftware einsetzen
  • Netzwerk- und Zugriffsrechte sinnvoll beschränken
  • Mitarbeitende für ungewöhnliches Verhalten von Webseiten sensibilisieren

Watering-Hole-Angriffe zeigen, dass Vertrauen in bekannte Webseiten allein kein ausreichender Schutz ist. Auch scheinbar sichere Quellen können kompromittiert werden.
Dieser Beitrag ist Teil 16 unserer Serie „Cyber-Gefahren einfach erklärt“. Im nächsten Teil widmen wir uns Deepfake-Fraud – wenn Stimmen und Videos gezielt zur Täuschung eingesetzt werden.