Rechtssicherer KI-Einsatz im Berufsalltag
Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsalltag von Unternehmen und Behörden und bringt dabei zahlreiche rechtliche Fragen mit sich. Besonders das Urheberrecht, der Datenschutz und die allgemeinen Persönlichkeitsrechte können betroffen sein. Wer KI-Tools beruflich einsetzt, muss daher wissen, welche Inhalte verwendet werden dürfen, wem KI-generierte Werke gehören und welche Regeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten gelten. Auch interne Vorgaben für die Nutzung von KI und die Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten spielen eine wichtige Rolle.
Wem gehören KI-generierte Inhalte?
Das Buch beschäftigt sich ausführlich mit der Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen ein von einer KI erzeugtes Werk urheberrechtlich geschützt sein kann. Dabei geht es auch um Fälle, in denen Menschen KI-Erzeugnisse nachträglich bearbeiten oder eigene Werke mithilfe von KI verändern. Sie erfahren, welche Auswirkungen diese Bearbeitungen auf den Urheberrechtsschutz haben können.
Darüber hinaus wird erläutert, ob und wann KI-generierte Inhalte gekennzeichnet werden müssen. Praxisbeispiele und Checklisten helfen dabei, die rechtlichen Anforderungen auf konkrete Situationen im beruflichen Alltag zu übertragen.
Datenschutz und interne Regeln
Ein weiterer wichtiger Bereich ist der Datenschutz. Das Buch zeigt, was bei der Verarbeitung personenbezogener Daten durch KI-Systeme zu beachten ist und welche rechtlichen Fragen sich ergeben, wenn frei zugängliche Daten aus dem Internet für das Training von KI verwendet werden.
Auch die Einführung einer internen KI-Richtlinie wird behandelt. Sie erfahren, wann solche Vorgaben sinnvoll sind und welche Punkte darin geregelt werden sollten. Damit erhalten Unternehmen und Behörden eine Orientierung für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI-Tools.
Die 2. Auflage berücksichtigt aktuelle Gesetzgebung und Rechtsprechung sowie neue Leitlinien der EU-Kommission und weitere Materialien verschiedener Institutionen. Ergänzt wird der Inhalt durch praktische Hinweise zum Prompting. Das Buch eignet sich damit sowohl als Einstieg in die rechtlichen Grundlagen der KI-Nutzung als auch als Nachschlagewerk für konkrete Fragen aus dem beruflichen Alltag. Zugleich vermittelt es Wissen, das für die nach der KI-Verordnung vorgeschriebene KI-Kompetenz relevant ist.
Aus dem Inhalt
- KI und Urheberrecht
- KI und Datenschutzrecht
- KI und Allgemeines Persönlichkeitsrecht
- KI-Regulierung
- KI-Guidelines
- KI und Markenrecht
- KI und E-Mail-Marketing
In dieser Leseprobe beschreibt Michael Rohrlich, was künstliche Intelligenz ausmacht und wodurch sie sich von herkömmlicher Software unterscheidet. Er erläutert die grundlegenden Fähigkeiten von KI und zeigt, wie sich der Begriff seit seiner Prägung im Jahr 1956 entwickelt hat. Außerdem geht es darum, warum eine einheitliche Definition für die rechtliche Bewertung von KI erforderlich ist und welche Definition die KI-Verordnung verwendet. Anhand der einzelnen Begriffe sowie der Leitlinien der EU-Kommission wird deutlich, welche Fragen bei der Einordnung eines Systems als KI-System entstehen.
Wer hat's geschrieben?
Michael Rohrlich ist Rechtsanwalt, Fachautor und Dozent. Seine beruflichen Schwerpunkte liegen unter anderem auf den Gebieten gewerblicher Rechtsschutz, Recht der neuen Medien und Telekommunikationsrecht. Als Angehöriger der "Generation C64" gilt sein berufliches wie privates Interesse der Technik. Bereits seit 1997 arbeitet er regelmäßig als Autor für diverse Print- beziehungsweise Onlinepublikationen und betreibt auch seine eigenen Webprojekte. Er ist darüber hinaus Autor mehrerer Bücher.

