Barrierefreie Webentwicklung leicht gemacht
Ab dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verbindlich für viele Unternehmen. Das bedeutet, dass Websites und digitale Angebote barrierefrei gestaltet sein müssen. Barrierefreie Webseiten sind nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sie bieten auch große Vorteile: Sie erreichen mehr Menschen, verbessern die Nutzererfahrung (UX) und stärken das positive Bild einer Marke.
Grundlagen und rechtliche Vorgaben
Maria Korneeva erklärt in ihrem praxisorientierten Buch die wichtigsten Grundlagen der digitalen Barrierefreiheit. Dazu gehören die rechtlichen Rahmenbedingungen wie das BFSG, die internationalen Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) und die Norm EN 301 549. Diese Vorgaben zeigen, wie digitale Inhalte zugänglich für alle Nutzer gestaltet werden können.
Praxisnahe Anleitungen und Beispiele
Das Buch zeigt anschaulich, wie Sie Barrieren im Web selbst erleben und besser verstehen. Es bietet leicht verständliche Anleitungen und praxisnahe Codebeispiele, die helfen, Barrierefreiheit direkt in Ihre Webprojekte zu integrieren. Zudem erklärt die Autorin, wie automatisierte Tests eingesetzt werden können, um die langfristige Einhaltung der Barrierefreiheitsanforderungen zu gewährleisten.
Aus dem Inhalt
- Bedeutung und Vorteile digitaler Barrierefreiheit
- Gesetzliche Vorgaben, Normen und Richtlinien (inkl. BFSG, EAA und WCAG)
- Umgang mit Screenreadern
- Grundsätze der Barrierefreiheit: Responsiveness, Farbgestaltung, Tastaturbedienbarkeit, Alternativtexte
- Semantisches HTML, ARIA, Accessibility Tree, zugänglicher Name und Beschreibung
- Barrierefreiheit von Web Components und Single Page Applications
- Tools für automatisierte Barrierefreiheitschecks
- Linters und Plug-ins für Unit- und End-to-End-Tests
- Integration in CI/CD-Pipelines
- Künstliche Intelligenz, zukunftsweisende Entwicklungen und aktuelle Einschränkungen
- Barrierefreie Implementierung von Navigation, Links, Buttons, Bildern, Cookie-Bannern, Tabellen, Formularen und weiteren UI-Elementen
Der von Maria Korneeva in dieser Leseprobe vorgestellte Accessibility Tree dient dazu, Menschen mit Behinderungen den Zugang zu digitalen Inhalten zu erleichtern, indem er relevante Informationen für assistive Technologien strukturiert und bereitstellt. Der Accessibility Tree ist eine hierarchische Struktur, die ausschließlich jene Informationen aus dem DOM enthält, die für assistive Technologien relevant sind. Der Browser analysiert hierfür das DOM sowie den Renderbaum, um den Accessibility Tree zu erstellen, extrahiert die relevanten Daten und stellt sie über APIs verschiedenen assistiven Technologien wie Braille-Displays, Screenreadern oder Sprachsteuerungssoftware zur Verfügung.
Wer hat's geschrieben?
Maria Korneeva ist Frontend Technology Lead und Google Developer Expert mit Fokus auf Angular und Barrierefreiheit. Sie arbeitet freiberuflich an der Entwicklung von Frontend-Anwendungen und leitet Workshops zu Web-Technologien. Ihre Erkenntnisse aus dem Coding-Alltag teilt sie gerne auf Konferenzen und Meetups.

